31. Januar 2013

PianoDisc - Der unsichtbare Pianist

Die Geschichte von PianoDisc begann in einem kleinen Einzelhandelsgeschäft für Klaviere und Flügel der Brüder Gary und Kirk Burgett in Sacramento. 1979 hatten sich die beiden entschlossen, zusammen ein Geschäft aufzubauen, das von den Talenten und Interessen jedes Einzelnen profitieren würde. Gary war Pianist und Musiklehrer mit einem erfolgreichen eigenen Studio und Kirk war ein geschickter Klavierbauer und –restaurateur. Die von den Brüdern gegründete Firma erhielt den Namen Burgett Pianos. Die jährlichen Verkaufszahlen stiegen rasch von 50 auf über 400 Pianos jählich.

Ein wichtiges Verkaufsinstrument für die Brüder war ein Produkt, das Pianocorder genannt wurde, ein Selbstspielsystem mit Kassetten, das in jedes Piano zusätzlich eingebaut werden konnte. Die Burgetts ließen ihre Pianos mit dem Pianocorder in Einkaufszentren spielen, in Kaufhäusern, Musterhäusern und einer Menge von anderen Lokalitäten, die nicht unbedingt direkt etwas mit Musik zu tun haben mussten. Damit zogen sie die faszinierten Kunden in ihr Geschäft – Leute, die nicht Klavier spielten und niemals auf den Gedanken gekommen wären, sich eines zu kaufen.



Pianocorder-Verkäufe machten mit der Zeit fast 40% des Burgett Piano-Geschäftes aus, so dass die Brüder äußerst beunruhigt waren als Yamaha 1988 die Rechte am Pianocorder kaufte und diesen prompt vom Markt nahm. Yamaha wollte sein eigenes Selbstspielsystem herausbringen und vorher seine Mitbewerber ausschalten.

Da die Burgetts keine Yamaha-Händler waren, hatten sie plötzlich keine Selbstspielsysteme mehr zu verkaufen, was bedeutete, dass sie 40% ihrer Verkäufe verlieren würden. Mit wahrem Unternehmergeist sahen die Burgetts dies jedoch nicht als Katastrophe, sondern als Gelegenheit. Sie wussten, dass sie nicht alleine waren – da gab es Tausende von Piano-Händlern, die kein Produkt mehr hatten, das sie verkaufen konnten – so entschlossen sie sich, den Markt mit ihrem eigenen System zu bedienen, das sie PianoDisc nannten.

Im März 1989 produzierten sie ihr erstes System, und über die Jahre wurden viele Generationen von PianoDisc Selbstspielsystemen auf den Markt gebracht, wovon jedes die Möglichkeiten und Funktionen des letzten übertrafen. Die Burgetts Bruder kamen so zu einem beträchtlichen Vermögen, das sie teilweise wieder in der Klavierindustrie investierten. 1996 kauften sie das traditionsreiche Klavierunternehmen Mason & Hamlin und erfüllten  sich damit einen Traum. Die Klavierhändler aus Sacramento waren nun Besitzer einer der berühmtesten Klavierfirma. Sie investierten viel Geld in dieses Unternehmen, das mittlerweile wieder einen erstklassigen Ruf geniesst.



Um ein Produkt wie PianoDisc interessant zu machen, war ein Musikangebot nötig, das hervorragend war. Deshalb begann die Firma einige der besten Pianisten der Welt aufzunehmen. Mit den Jahren wurden für PianoDisc mehr als 4000 Lieder aufgenommen, aus jeder Musik-Kategorie. Das Angebot wächst weiter. Vornehmlich werden natürlich dafür Mason & Hamlin Flügel eingesetzt.

Heute findet man PianoDisc Systeme in Privathaushalten, Hotels, Restaurants, Musikschulen, Aufnahmestudios und anderen Orte, an denen Menschen sich an Live-Musik erfreuen. PianoDisc hat mittlerweile über 600 Händler und Vertriebspartner in 40 Ländern weltweit. PianoDisc wurde zu einem der aufregendsten Musikprodukte der letzten Zeit und ein wichtiges Element moderner Unterhaltung für zuhause.