2. März 2013

Florian Uhlig - „Schumann und seine Töchter“, Vol. 5 seiner Klaviergesamtedition

Wie klingt die Musik, die Robert Schumann für seine Töchter komponiert hat? Wie war Schumann als Familienvater? Diese sehr persönlichen Aspekte beleuchtet der Pianist Florian Uhlig auf der fünften CD seiner 15-teiligen Schumann-Klaviergesamtedition. Die Aufnahme „Schumann und seine Töchter“ enthält Klaviermusik, die der Komponist eigens für seine Töchter Julie, Elise und Marie geschrieben hat. Das Spektrum reicht von der Kindersonate in G-Dur bis hin zur technisch höchst anspruchsvollen C-Dur-Sonate.





Spielerei ohne Gehalt? Auf einen Großteil des pädagogischen Repertoires aus dem 19. Jahrhundert mag dies zutreffen – nicht aber auf Robert Schumanns Werke: „Sie haben einen enormen technischen und künstlerischen Anspruch“, sagt Florian Uhlig, „Schumann wollte seine kleinen Töchter fordern und ihren Geschmack bilden.“ Die große C-Dur-Sonate op. 118 Nr. 3 etwa sei ein regelrechtes Virtuosenstück: „Tempo, Klarheit und Klanggestaltung sind gefragt.“ Diese Hingabe an seine Kinder zeigt, dass Robert Schumann auch als Familienvater ungewöhnlich progressiv war. „Er hat das distanzierte bürgerliche Erziehungsideal des 19. Jahrhunderts komplett umgekrempelt“, so Uhlig. Schumann und seine Kinder hätten sich sogar geduzt – für die damaligen Verhältnisse eine „Revolution “.

Im Robert-Schumann-Jahr 2010 begann Florian Uhlig seine auf 15 CDs angelegte Gesamtaufnahme der zweihändigen Klavierwerke Schumanns. Der Pianist gastiert als international geschätzter Solist und Kammermusiker in wichtigen Musikzentren rund um den Globus. Sein musikalisches und künstlerisches Wirken umfasst darüber hinaus weitere Facetten: Seit 2008 ist er Künstlerischer Leiter des Johannesburg International Mozart Festival in Südafrika.


15-teilige Gesamtedition der zweihändigen Klavierwerke Robert Schumanns

Vol. I „Schumann und die Sonate I"

Vol. II: „Schumann - Der junge Virtuose"

Vol. III: „Schumann - Charakterstücke I"

Vol. IV: „Schumann in Wien"

Vol. V: „Schumann und seine Töchter"